Einführung einer EU-weiten Abgabe pro Rohstoffeinheit (im Allg. je Tonne), d.h. aller EU-weit abgebauter Rohstoffe:
I. Je Rohstoff-Einheit ein Cent (für die EU), den „Earth Cent“
II. Energierohstoffe multipliziert mit einem Energiefaktor EF = 100;
d.h. je Energierohstoff-Einheit ein EURO, den „Earth Euro“.
Basierend auf wissenschaftlicher Basis, den „World Mining Data 2004“ (mineral. Rohstoffe aller Länder der Erde), wären im Jahr 2004 EU-weit Einnahmen von knapp eine Mrd. EURO pro Jahr generiert worden. Die Einnahmen können u.a. für die Anpassung an den Klimawandel und/oder Förderung regenerativer Energien, Forschung, etc. verwendet werden. Durch eine Anpassung der Höhe des „Earth Cent“ und/oder des Energiefaktors kann die Höhe der Einnahmen sehr einfach variiert werden.
Der Input-Ansatz sichert freies, innovatives Handeln innerhalb der Wirtschaft, erhöht die Energieeffizienz und reduziert den Rohstoffverbrauch. Zudem werden erneuerbare bzw. recycelte Rohstoffe bevorteilt. Der „Earth Cent“ entkoppelt somit das Wirtschaftswachstum von der Umweltbelastung. Auch ist er enorm einfach und exakt zu erfassen.
Das Prinzip des „Earth Cent“ kann sowohl von einem einzelnen Land unabhängig von anderen Staaten oder sogar global z.B. auf UN-Ebene eingeführt werden. Global sind lediglich ca. 2000 „Eingänge“ sind zu kontrollieren. Grundsätzlich werden mit dem „Earth Cent“ alle anthropogenen, insb. umwelt-/klimarelevanten Handlungen erfasst. Dies realisiert eine internationale bzw. globale Gerechtigkeit, insb. auch ein Ausgleich zwischen arm und reich, v.a. bei Überwälzung dieser „Bagatell-Steuer“ vom Bergbauunternehmer bis zum Verbraucher.
Seit einigen Jahren bestehen in der EU bereits nationale Rohstoffabgaben mit positiven Resultaten, z.B. für Sande und Kiese in der Tschechischen Republik und in Großbritannien etc. Die EU-weite Einführung des „Earth Cents“ würde diese harmonisieren und zugleich ein gemeinsames Ressourcen-Management verwirklichen.
Aus der Umwelttechnik und vor allem auch aus der wissenschaftlichen Ökologie weiß man, dass eine sinnvolle Steuerung komplexer Systeme am Input bzw. bei den Immissionen ansetzen sollte. So sollte die "Eingangsseite des Klimawandels" nicht vergessen werden, also die Immissionen von (Energie-) Rohstoffen, im Sinn von:
"Keep an Eye on the Input of Our Anthroposphere"
Dieser Input-Ansatz ist in Bezug zu den Chemikalien der EU-Anthroposphäre beeits bei „REACH“ verwirklicht. REACH bedeutet: „Ohne Prüfung der Chemikalie kein Markt“! Somit ist der Input aller Chemikalien in die EU nur mit vorliegender Prüfung möglich.
Quasi nebenbei wird mit dem „Earth Cent“ in einem noch nie da gewesenem Maßstab eine „Inwertsetzung“ bzw. Monetarisierung der Bodenschätze der Erde umgesetzt. Die Menschen bzw. die Menschheit bezahlt einen kleinen Beitrag für die bislang kostenlosen „Schätze der Erde“.