Was geschieht zur Zeit?

Dez. 2008 – März 2009
Online Debatte in ganz Europa
Zwischen dem 3. Dezember 2008 und dem 27. März 2009 konnte die breite Öffentlichkeit an einer europaweiten Debatte zur Frage „Wie kann die EU unsere wirtschaftliche und soziale Zukunft in einer globalisierten Welt gestalten?“ teilnehmen. Diese Online-Debatte brachte 10 Vorschläge hervor, die in die Debatte von 150 nach dem Zufallsprinzip ausgewählten deutschen Bürgerinnen und Bürgern eingingen, die an der Europäischen Bürgerkonferenz am 28. und 29. März 2009 in Berlin teilnahmen. Dies geschah nicht nur hier – sondern zeitgleich in den 26 anderen EU-Mitgliedstaaten!
Hier, auf der Archivseite der Europäischen Bürgerkonferenz 2009 in Deutschland, können Sie die Ideen der Online-User zur wirtschaftlich und sozialen Zukunft Europas durchstöbern und die Diskussionen, aus denen diese Vorschläge hervorgingen, nachvollziehen. Der Dialog ist aber nicht zu Ende – auf www.european-citizens-consultations.eu können Sie mit Bürgerinnen und Bürger aus ganz Europa weiter diskutieren.
März
Die nationalen Bürgerkonferenzen: Treffpunkt und Diskussionsplattform der Bürgerinnen und Bürger
Knapp 150 nach dem Zufallsprinzip ausgewählte deutsche Bürgerinnen und Bürger trafen sich am 28. und 29. März in Berlin, um die Frage „Wie kann die EU unsere wirtschaftliche und soziale Zukunft in einer globalisierten Welt gestalten?“ zu diskutieren.
Die Europäischen Bürgerkonferenzen fanden an drei Wochenenden zeitgleich in 9 Ländern statt. Insgesamt 1.600 nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Bürgerinnen und Bürger nahmen an diesen 27 nationalen Debatten teil. Am Ende des Wochenendes wurde jede Bürgergruppe gebeten, europäischen und nationalen politischen Entscheidungsträgern ihre zehn Empfehlungen zu präsentieren.
April
Debatte der Empfehlungen
Auf den nationalen Websites stand eine Zusammenfassung der 270 Empfehlungen der 27 Europäischen Bürgerkonferenzen zur Verfügung. Diese konnte die breite Öffentlichkeit kommentieren, ehe die 1.600 Bürgerinnen und Bürger, die an den nationalen Konferenzen teilgenommen hatten, darüber abstimmten.
Mai
15 europäische Empfehlungen für unsere wirtschaftliche und soziale Zukunft in einer globalisierten Welt
Die europäischen Empfehlungen für die Zukunft der EU wurden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der nationalen Konferenzen ausgewählt – diese finden Sie hier. Beim Europäischen Bürgergipfel am 10. und 11. Mai 2009 in Brüssel wurden diese 15 Empfehlungen weiter untersetzt, ehe sie europäischen politischen Entscheidungsträgern unterbreitet wurden. Zehn Prozent der Teilnehmer der 27 nationalen Konferenzen nahmen hier dran teil.
Juni – Dezember
Die Bürgerempfehlungen werden in ganz Europa debattiert
Nach dem Europäischen Bürgergipfel finden im Herbst 2009 eine Reihe von Outreach-Veranstaltungen statt. Sie bringen politische Entscheidungsträger, Bürgerinnen und Bürger und die Zivilgesellschaft zusammen, um die Ergebnisse der Europäischen Bürgerkonferenzen 2009 eingehend zu diskutieren. Um weiterhin an der Debatte mit anderen europäischen Bürgerinnen und Bürgern teilzunehmen, besuchen Sie bitte das europäische Portal unter www.european-citizens-consultations.eu !
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"Wofür wir keine künstliche Sprache brauchen."
Zunächst eine linguistische Vorbemerkung. Das Wort Kunstsprache gibt es nicht. Es geht um Plansprachen. das ist ein thema, mit dem bei den Sprachwissenschaftlern "Interlinguisten" beschäftigen.
Nein, Esperanto braucht man natürlich nicht. Aber es ist ein Möglichkeit, die man ersthaft erwägen sollte. Den es macht schon einen Unterscheid, ob man eine Plansprache in 2 Jahren sehr gut lernen kann oder ob man 9 Jahre braucht um halbwegs Englisch zu können. Nicht jeder hat das Privileg, sich so lange mit dem Erlernen einer Fremdsprache beschäftigen zu können.
"oder ob man 9 Jahre braucht um halbwegs Englisch zu können. Nicht jeder hat das Privileg, sich so lange mit dem Erlernen einer Fremdsprache beschäftigen zu können."
Und hier liegt in der Regel das Problem, meiner Meinung nach. Denn normalerweise sollte jeder Deutsche Bürger nach durchlaufen selbst der grundlegendsten Schullaufbahn der Engischen Sprache soweit mächtig sein, dass er auch etwas komplizierteren Sachverhalten folgen kann. Leider wird der Unterricht hierzulande dermaßen lieblos gestaltet, dass dies für die weniger Sprachbegabten schwer möglich ist. Denn eine Sprache lernt man durch den Gebrauch der selbigen, durch reden und zuhören, nicht durch das Ausfüllen von n-mal den gleich gestalteten Arbeitsblättern.
Den meisten Schülern ist es zudem ganricht klar, wofür sie Englisch brauchen, und tun es als "brauch ich nach der Schule eh nicht mehr" ab. Mit dieser Einstellung wird es auch mit Esperanto schwer, auch wenn dieses so leicht zu erlernen sein soll.
Es geht nicht nur ob die Sprache leichter erlernen ist, sonder dass alle die gleiche Bedingungen haben, alle gleich gestellt.Eine Nationalsprache über die andere stellen würde Vorteile (kulturelle, ökonomische und politische) geben und immer würde dagegen rebellieren.
Schauen Sie wie schön mit dem Euro funktioniert eben weil neutral ist.
Andere Sache ist, wenn z.B Englisch in Ungnade gefallen wird, was schon langsam zu sehen ist? Lernen dann wieder andere Sprache?
Leider Esperanto hat niemanden kolonisiert, niemanden erobert hat niemanden ausgebeutet und hat nur unbefleckte Vorgeschichte.Im gegenFall
war verboten und unterdrückt.Hat kein "überzeugendes" Kapital.
Betrachtet die Bürger Umfragen in allen Ländern, wäre auch sogar demokratisch für alle akzeptabel.
"Den meisten Schülern ist es zudem ganricht klar, wofür sie Englisch brauchen, und tun es als "brauch ich nach der Schule eh nicht mehr" ab."
Nun ja, das ist eine traurige Einstellung - auch bin ein jemand, der den formalen B8ildungswert schätzt. Überspitzt: Fast nichts brauchen wird im späteren Leben, was wir in der Schule gelernt haben? Geschichte - wofür? Geografie - ich habe doch ein Navi. Chemie, Physik, Chemie? Als Normalbürger brauchen das wenige. Mathe sowieso nicht. - So der allgemeine Tenor.
Andererseits ist die Bedeutung des Englischen völlig überbewertet, das ist ein regelrechter Hype - auch wenn jeder Personalchef nach Englischkenntnissen - auch bei Kassiererinnen einer regionalen Supermarktkette. In meinem ganzen Berufsleben wäre ich mit viel geringeren Englischkenntnissen ausgekommen. Dabei arbeite ich sehr qualifiziert in der IT-Branche und komme dabei auch in andere Länder.
Miich stört an der Überbetonung des Englischen, dass wird damit uns quasi durch einen Filter die Welt betrachten. Kultur aus den Nachbarländern wie z.B. Polen, Tschechien, Italien kommt da nicht durch. Diese Länder nehmen wir kulturell nicht zu Kennniss. Das halbwegs amüsante, aber nicht hervorragende Werk einer amrikanischen Autorin "Nur der Pudding hört mein Seufzen" lag nach vier Wochen auch in Deutsch vor. Als 1984 der Tscheche Jaroslav Seifert den Literaturnobelpreis erhielt, gab es keine einizige ins Deutsche übersetzte Zeile.
Polnische oder ungarische Popmusik in Deutschland? Fehlanzeige. Und wenn, dann einige Lieder in englischer Sprache. Dabei gibt es dort ganz tolle Gruppen.
Sie verstehen was ich meine? Kulturell richten wir uns auf nur eine Fremdsprache aus. Die amerikanische und britische Kulturindustrie jubeln und kassieren ab.
Andrew Lloyd Webber als Musical Komponist ist jedem ein Begriff. Gibt es keine guten Musicals aus Finnland, den Niederlanden oder Spanien? Keine Ahnung. Es wird sie geben - aber wir nehmen sie nicht zur Kenntnis oder sie werden usn von der Kulturindustrie uns vorenthalten.
Die Welt ist viel bunter, als wir sie wahrnehmen oder uns präsentiert wird. Darum bin ich für mehr sprachliche Vielfalt.
Die deutsche Stadt Herzberg an Harz nennt sich offiziell "Esperanto-Stadt" - eine große Überraschung auch für eingefleischte Esperantisten. Auf mehreren Schulen, wird die Möglichkeit angeboten, in Arbeitsgemeinschaften Esperanto zu lernen.
Wenn es um die vorherrschende Wissenschaftsprache geht, da haben sich Wissenschaftler schon seit längerer zeit von Amerika abgwand - die Kriegspolitik von Busch ging zu Lasten der Grundlagenforschung. Nach Ansicht von Experten haben die USA für die nächsten 12 Jahre die Führungsrolle verloren. (Nach Informationen aus der Zeitschrift "Bild der Wissenschaft"). Die Stellung des Englischen als Wissenschaftsprache wird dadurch geschwächt. Englisch wurde erst so richtig zur Wissenschaftssprache, als Mitte der 70-er Jahre amerikanische Verlage, kein Beiträge mehr zu veröffentlichen, die nicht in Englisch waren. Bis dahin reichte eine englische Zusammenfassung.
Jetzt fangen die Esperanterroristen schon wieder an.
Reicht das Astroturfen der Vorschläge noch nicht aus?
Kann man diese pathetischen Forderungen nicht einfach mal auf den Müllhaufen der Geschichte entsorgen?
Um es klar zu stellen: Auch wenn ich Esperanto nicht für die Blüte des menschlichen Intellekts halte, habe ich prinzipiell nichts gegen diese Sparache.
Aber die Leute, die immer wieder vehement solch unsinnige Forderungen stellen, und in ihrer totalen und quasireligiösen Verblendung alle möglichen Foren verseuchen, die gehen mir auf gut Deutsch auf den Sack. Und nicht nur mir.
Aber was solls. Die, die es betrifft, sind so merkbefreit, die wird das hier nicht kratzen, und am Ende schaden sie durch ihren Fanatismus sowieso ihrer eigenen Sache. Esperanto steht nicht da als "Sprache der Verständigung", sondern als Agenda einiger spammender Spinner.
Na Herr Treczoks,
da haben Sie sich mal wieder prächtig ausgekotzt, das war wohl mal wieder nötig. Wenn man keine rationalen Argumente hat, dann wird gepöbelt. "Astroturfen", "Esperantoterroristen". "quasireligiöse Verblendung", "Foren verseuchen", "Fanatismus", "spammende Spinner" sind ihre Worte.
Sie haben 6 Kommentare geschrieben. Von denen richten sich 5 gegen Esperanto, immer in höchst unsachlicher Form. Auch im englischsprachigen Forum argumentieren Sie gegen Esperanto. Das Thema Esperanto scheint sie psychisch zu belasten.
Fühlen Sie sich durch Esperanto bedroht? Das ist ja nicht auszuschließen, denn Sie arbeiten ja für ein Unternehmen, das u.a. Simultandolmatchersysteme entwickelt und verkauft.
treczok benützt recht "saftige" Ausdrücke, wohl wahr. Ich bin gerade zurück aus Berlin, habe teilgenommen an diesem fantastischen Projekt und auch (nicht in den Diskussionsrunden wohlgemerkt) andere befragt, was sie von Esperanto halten:
Keiner (!) wollte dieses Thema auf dem Tisch haben!!!!!!!! Einige wussten nicht mal, was das ist.
Europa leidet an anderen Problemen, deren Lösung wirklich wichtig ist.
Ich selbst habe in meiner Schulzeit Esperanto ansatzweise gelernt, fand das ganz interessant, bin aber der Meinung das eine lebendige, weltweit gesprochenen Sprache, die zur internationalen Verständigung schon lange beiträgt, die bessere Wahl ist.
Gemeinsame Europasprache wurde an keinem Tisch thematisiert!!!
Die Ewiggestrigen wird es immer geben. Sie legen ihre Scheuklappen an und glauben sogar selbst, was sie erzählen.
Die Zeiten haben sich geändert! Neu in der Geschichte ist, daß Europa gemeinsam versucht, Politik zu machen. Dazu gehören neue Lösungen. Ein dauerhaft wirklich funktionierendes Europa ohne eine neutrale Sprache wird es nicht geben! Daß es nur eine bewährte Sprache wie Esperanto sein kann, ist auch klar! Esperanto ist eine lebendige, weltweit gesprochene Sprache, die schon lange zur internationalen Verständigung beiträgt!
Natürlich läßt sich das ignorieren, wodurch in dieser Gesellschaft manche tatsächlich noch nichts davon gehört haben. Die Politik hat teilweise die guten Ansätze unterdrückt. Solche Zeiten wünsche ich niemandem wieder.
Und wenn an einer nationalen Veranstaltung zum Thema Europa nicht so viele bewußt denkende Europäer teilnehmen, ist das kein Wunder.
Wer an einem geeinten Europa in Vielfalt interessiert ist, beachtet auch die Identitäten und erkennt den Wert der Sprache Esperanto.
"........Und wenn an einer nationalen Veranstaltung zum Thema Europa nicht so viele bewußt denkende Europäer teilnehmen, ist das kein Wunder........."
Wer teilgenommen hat, kann über diesen Satz nur den Kopf schütteln.
Eure Sprache bildet nicht den Nabel der Welt und ist bei unseren heutigen Problemen nicht das Thema, das die durchaus vorhandenen "bewußt denkende Europäer" in den Vordergrund rücken.
Dies ist mein letzter Beitrag zu Esperanto. Es langweilt und blockiert alles andere.
Wichtige Grundlagen für ein Zusammenwachsen und gleichberechtigtes Neben- und Miteinander in Europa scheint mir neben der Angleichung des wirtschaftlichen Niveaus die Stärkung und der Ausbau einer Grundbildung und das gegenseitige Kennenlernen zu sein. Wofür wir keine künstliche Sprache brauchen. Englisch ist hier vollkommen ausreichend. Wir müssen uns gegenseitig viel besser kennenlernen und Vorurteile und falsche Vorstellungen, die sich über Jahrhunderte geprägt haben, abzubauen.
Jedes Land muss dazu in der Lage und auch gewillt sein, jedem Menschen eine angemessene Grundbildung zukommenzulassen und zwar kostenlos.
Nur wenn wir dieses Grundrecht überall verankern kommen wir in Europa einen Schritt weiter. Daneben ist es aber ebenso wichtig, wie oben schon gesagt viel mehr über andere Völker, deren Geschichte, Kultur und Glauben zu erfahren. Und jeder muss dem anderen das Recht zugestehen auch seine Kultur zu pflegen. Hier müssen wir Demokratie und Toleranz lernen und uns darin üben. Hier sind wir noch einen langen Weg vor Europa.