Erste Runde der Europäischen Bürgerkonferenzen 2009 ein voller Erfolg!

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Nach der feierlichen Eröffnung der Veranstaltungen durch verschiedene nationale VIPS, begannen die TeilnehmerInnen, in Gruppen zu diskutieren und zu arbeiten. Unterstützt durch professionelle Moderatoren und moderne Technologie, entwickelten sie ihre Ideen. Hier flossen auch die Ergebnisse der Online-Debatten in allen 9 Ländern in die Diskussion ein. An Ideen mangelte es nicht – die EstländerInnnen wollten, dass gemeinsame Lösungen für Sozial- und Gesundheitsfürsorge entwickelt werden während in Belgien der Ruf nach erneuerbaren Energien an erster Stelle stand. Sicherung der Bildungsstandards, Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, eine klare Definition der Aufgaben und Verantwortungen der EU – auch dies waren Ideen der Bürgerinnen und Bürgern der neun Länder des ersten Wochenendes.

 

 

Das paneuropäische Gefühl der Veranstaltungen und des Projekts wurde auch vermittelt durch live link-ups und den Austausch von Ideen und Empfehlungen aus anderen Ländern. So erfuhren TeilnehmerInnen, dass Griechen mit Polen hübsche Frauen in Verbindung bringen, während die Spanier bei Finnland ans Skifahren denken! Könnten sie sich in ein anderes Land beamen, wollte die Mehrheit der TeilnehmerInnen doch nach Griechenland - verständlich im kühlen März – und die wenigsten nach Polen. Immerhin waren 103 der 529 TeilnehmerInnen bereits dort gewesen.

 

 

Am zweiten Tag wurden Ideen zu Empfehlungen an die europäische Politik – Empfehlungen die dank des Austausches mit Experten nicht nur Wunschdenken ausdrücken, sondern eine klare Relevanz für die EU haben und in ihre Kompetenzen fallen. Wie Juan Andres, Spanisches Mitglied des europäischen Parlaments in der anschließenden Debatte mit TeilnehmerInnen bemerkte – "Es ist erstaunlich, dass es so viel Übereinstimmung gibt zwischen dem, was Sie heute hier entwickelt haben, und den Themen, die im europäischen Parlament besprochen werden". Die Debatte mit MdEPs bot Bürgerinnen und Bürgern eine einmalige Möglichkeit, im Vorfeld der Europawahlen ins Gespräch mit ihren Vertretern zu kommen und ihre Empfehlungen mit ihnen zu diskutieren.

 

 

„Die Europäischen Bürgerkonferenzen sind eine Lernerfahrung: Ich habe echt das Gefühl bekommen, dass ich Sachen beeinflussen kann!" sagte Olia, 21 Jahre alt aus Lahti in Finnland. Auch der Tschechische MdEP Jan Zahradil war positiv überrascht und bemerkte „Das Hauptproblem bei Diskussionen und runden Tischen zur EU ist, dass immer die selben Leute daran teilnehmen. Dies ist das aller erste Mal, dass zufällig ausgewählte ‚echte Menschen’ mit ‚echten Leben’ aus der ganzen Tschechischen Republik zusammen kommen."

 

 

Wir freuen uns darauf, noch weiteres zu lernen von den Bürgerinnen und Bürgern, die in weiteren 18 Ländern an diesem und dem kommenden Wochenende ihre Stimme einbringen und ihre Empfehlungen zur wirtschaftlichen und sozialen Zukunft Europas entwickeln werden!

 

11 comments
Deutschland

Es ist interessant, dass fast überall wird Esperanto vorgeschlagen und hier hört man kein Wort.Von Urlaub und schönen Frauen wird geredet.
Werden die Bürger Vorschläge überhaupt wahr genommen? Oder ist das nur eine Farce?
Wenn ich ein Haus bauen will dann gebe ich den Experten den Auftrag und nicht zufälligen von der Strasse.
Gut nur,dassdie EDE ist legalisiert und kann in neues Wahl die Bürger vertreten.

Deutschland

Ich kann mich der Ansicht nur anschließen. Auch ich halte es für ziemlich befremdlich, dass hier engagierte Bürger Vorschläge (nicht nur Esperanto) einbringen, die scheinbar bei den Bürgerkonferenzen keine Beachtung finden. Das ist ausgesprochen schade, denn ich habe in den Foren (nicht nur im deutschen Forum) interessante Vorschläge gefunden.

Und was nützt es, per Zufallsprinzip irgendwelche Leute zusammenkommen zu lassen, die zu den Vorschlägen nichts sagen können? Das passt einfach nicht zusammen.

Nichts habe ich außerdem darüber gehört, wie die Auswahl der Themen zustande gekommen ist - also reichlich nebulös das Ganze.

Ich würde auch gerne zu einer der Bürgerkonferenzen gefahren - aber ich habe keinen Hinweis bekommen, wie und wo man sich hätte melden können. Das würde mich ja nun wirklich interessieren, wie das gelaufen ist.

"So erfuhren TeilnehmerInnen, dass Griechen mit Polen hübsche Frauen in Verbindung bringen, während die Spanier bei Finnland ans Skifahren denken! Könnten sie sich in ein anderes Land beamen, wollte die Mehrheit der TeilnehmerInnen doch nach Griechenland - verständlich im kühlen März – und die wenigsten nach Polen."

Nach prächtig! Das sind ja umwerfende Erkenntnisse. Bringen die die EU weiter?

"Es ist erstaunlich, dass es so viel Übereinstimmung gibt zwischen dem, was Sie heute hier entwickelt haben, und den Themen, die im europäischen Parlament besprochen werden".

Na schön, dass sich ein Politiker in seiner Arbeit bestätigt fühlt - wenn hätte etwas Anderes verwundert?

Dass der tschechische EU-Abgeordnete "echte Menschen’ mit ‚echten Leben’ aus der ganzen Tschechischen Republik" sprechen konnte, ist auch höchst überaschend. War er so lange nicht in seiner Heimat? Da könnte er täglich dieses Erlebnis haben.

Das ist alles schon etwas merkwürdig.....

Deutschland

In meinem Fall war es so, dass ich einen Anruf der Universität Ulm erhalten habe, welche mir die Konferenz vorgestellt und nach meinem Interesse daran gefragt hat.
Wie man auf mich gekommen ist, weiß ich nicht. Vielleicht waren es nur wahllose Telefonnummern, die per Zufall angewählt wurden.

Stimme Ihnen beiden zu. Für mich bleibt die entscheidende Frage, wer war bei dieser Konferenz zugegen, waren es denn auch diejenigen, welche hier im Forum aktiv Ideen einbrachten?

Deutschland

Danke für Ihren die Kommentare – wir freuen uns, dass Sie sich so für die Europäischen Bürgerkonferenzen interessieren. Erlauben Sie uns einige Anmerkungen zu Ihrem Beitrag:

 

Zur Auswahl der TeilnehmerInnen: Die Universität Bamberg wurde als professioneller Dienstleister damit beauftragt, diese zufällig und repräsentativ auszuwählen, aus allen Altersgruppen und mit den verschiedensten sozio-ökonomischen Hintergründen. Damit wird sichergestellt, dass wirklich ein Querschnitt der Bevölkerung an der Bürgerkonferenz teilnimmt. Das entspricht dem Ziel dieses Veranstaltungsformats, nicht Experten zu Wort kommen zu lassen, sondern einen Beitrag dazu zu leisten, dass der Dialog über Europa aus Brüssel in die nationalen Öffentlichkeiten getragen wird.

 

Zur Rolle der Vorschläge der online-Debatten auf den Bürgerkonferenzen: Im Rahmen der Bürgerkonferenzen werden den teilnehmenden BürgerInnen Ergebnisse der Onlinedebatten vorgestellt – sowohl aus der Debatte des eigenen Landes wie auch aus denjenigen der Länder, die ebenfalls an dem entsprechenden Wochenende ihre Konferenz abhalten. Die Vorschläge aus den Onlinedebatten dienen dabei als Input– als Anregung für Diskussionen und erste Ideensammlungen. Es bleibt den BürgerInnen überlassen, ob sie diese Ideen und Ansätze als wichtig und wesentlich für die Gestaltung der wirtschaftlichen und sozialen Zukunft Europas erachten – und somit aufnehmen, vertiefen und sie zu Empfehlungen an die EU weiterentwickeln. Welche Themen sie verfolgen wollen, liegt bei den TeilnehmerInnen selbst, ganz im Sinne des oben genannten Ziels, die Stimme der BürgerInnen hörbar zu machen – eine Chance, die Sie, mit Ihrem Engagement auf dieser Website, auch nutzen.

 

Wir freuen uns auf Ihr weiteres Engagement an dieser Stelle Im Übrigen – eine Berichterstattung von der deutschen Bürgerkonferenz können Sie kommendes Wochenende auf http://ecc2009deutschland.wordpress.com/ verfolgen.

austria

Sehr geehrte Damen und Herren

Ich glaub ich muss hier mal was loswerden, politik hat die aufgabe, agieren zum wohl des volkes, und nicht in die taschen der sogenannten "Eiliten". Schauts einmal wo das hingefuehrt hat - nochmal zur Erinnerung, wir haben eine Finanzkrise - und jetzt zahlt der kleine, brave bürger wieder die zeche.
Aber net mit mir, net mit uns, weil handeln jetzt - und darum treten wir auch als EUGP Europäische Generationen Partei zu den EU - Wahlen im Juni 2009 an. Wir machen Politik mit Menschen für Menschen, generatiosübergreifend für nachfolgende Generationen. Wir machen Politik mit Herz und Verstand. mehr siehe auf der homepage http://eugp.org oder im youtube channel http://www.youtube.com/eugp21. Wir sind die Partei des 21. Jahrhunderts.

BRD Freistaat Sachsen

Es ist problematisch, wichtige Themen in die Dikussion zu werfen. Warum sollen bei den Bürgerkonferenzen gerade die nachdenkllichen Bürger sitzen, die zu Esperanto argumentieren können? Leider wird zu sehr auf Quantitäten gesehen, zuwenig auf Inhalte.
Da ich vor zwei Jahren bei so einer Veranstaltung war, weiß ich wie schwer ein Thema benannt und wie leicht darüber hinweggegangen wird.
Mit Ach und Krach wurde das Wort Esperanto in den Text eingewebt, aus dem Zusammenhang gerissen und der Hintergrund ist beim Lesen nicht mehr nachvollziehbar.
Wir Esperanto-Freunde können immer noch Vorurteile selbst bei den politisch Verantwortlichen erleben. Es besteht kein Bewußtsein für die Verantwortung der Politiker, die in der Geschichte in Bezug auf Esperanto kaum Ruhmesblätter vorweisen können.
Da helfen auch die Vorschläge für neue Tests in Schulen nichts, die könnten ja den großen Nutzen dieser neutralen leicht erlernbaren Sprache offenbaren.
Aber wie schon in einem Kommentar bemerkt, Europa-Demokratie-Esperanto ist ein neuer Ansatz. EDE steht für Einheit in Vielfalt und eine europäische Identität neben den anderen. Damit ist EDE etwas besonderes, eine Initiative für Europa!

Deutschland

Ihr Esperantofreunde könnt euch nun ein anderes Forum suchen, wo ihr eure Sorgen loswerden könnt.
Es ist gelaufen, es war und ist und wird auch nächstesmal und weiterhin keinen interessieren, der sich ernsthaft mit wirklichen Problemen beschäftigt.
Bitte gebt das Forum frei für die, die relevantere Themen diskutieren wollen.

Deutschland

Frau Suedermann,

Ihr Verhalten ist schon arg impertinent. Bis heute haben Sie sich hier im Forum nicht geäußert - und heute maßen Sie sich das Recht an, anderen Leuten, die sich aktiv am Forum beteiligt haben, den Ausgang zu zeigen.

Eine Debatte ein Thema blockiert nicht das Forum für andere, die sich mit anderen Themen beschäftigen wollen.

Jedem ist "sein" Problem subjektiv wichtig. Es ist nicht Ihre Aufgabe, das zu beurtielen. Akzeptieren Sie das doch mal einfach. Vielleicht halte ich ja "ihre" Probleme für irrelevant - aber woher kann ich es wissen - Sie haben sich ja hier zu keinem Vorschlag geäußert.