Ist unser Bildungssystem noch ein BILDUNGS-system?

Ist unser Bildungssystem noch ein BILDUNGS-system?

Auch unser Schulsystem ist auf Optimierung (immer noch mehr in immer noch kürzerer Zeit=Gewinn-Gier) ausgerichtet. So wenig wie möglich Lehrpersonal in möglichst vollen Klassen. Damit dies erreicht werden kann, werden oftmals schon die 6jährigen Kinder mit Bussen und Bahn durch die Gegend kutschiert, mit Bussen und Bahn in denen sie nicht immer einen Sitzplatz erhalten, weil auch hier Gewinn-Gier herrscht. Kurze Unterrichtszeiten (Halbtagesschulen) in denen der Unterrichtsstoff durchgepeitsch wird und das G-8 System sind weitere
Folgen davon. Welche Werte werden hier vermittelt?
Es ist höchste Zeit an dieser Wurzel (unsere Kinder) der Gesellschaft und ihrer Zukunft anzusetzten und mehr auf die Bedürfnisse der
Heranwachsenden einzugehen. Ein Wertesystem zu vermitteln, das soziales Miteinander fördert und die Würde aller Lebewesen achtet. Gewinnoptimierung ist hier fehl am Platz.


Welche Dinge möchtest du konkret ändern an der Schule ?

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Konkret möchte ich, dass
1. mehr Zeit für die Durcharbeitung des Lehrstoffes zur Verfügung steht, dieser kindgerecht mit mehr praktischen Teilen auch geübt und vertieft werden kann. Evtl muss hier der einzelne Lehrplan auf seine Tauglichkeit geprüft werden, speziell in allgemeinbildenen Schulsystemen darauf geachtet werden, in wieweit es sich noch um allgemeinbildendes Unterrichtsmaterial handelt oder ob es nicht vielleicht bereits zu fachspeziefisch für eine allgemeinbildende Schule ist.
2. der Lehrstoff sollte zusätzlich dem Leben in unserer Gemeinschaft Rechnung tragen, d.h. auch Inhalte vermittelt werden, die das soziale Leben fördern sprich, Gebiete der Ethik ,soziales Mitaeinander, Ernährungslehre und Gesundheitsvorsorge sollten als Pflichtunterricht altersgemäß in jeder Jahrgangsstufe an jeder Schulart von entsprechenden Fachkräften unterrichtet werden. Der Religionsunterricht darf als Schulfach nicht mehr den Stundenplan fülllen, sondern dies sollte den jeweiligen Kirchen überlassen werden, wo bzw. wann sie sich mit ihren Gläubigen versammeln wollen.
3. Gesunde Ernährung in den Schulen anbieten (grundsätzlich warmes Mittagessen).
4. Grundschulen möglichts wieder in jeder Gemeinde belassen bzw. in Städten für ausreichende Grundschulen in Wohngebieten zu sorgen, nicht dass wie teilweise gehandthabt, schon die kleinsten Kinder in frühen Morgenstunden das Haus verlassen müssen um in überfüllten Bussen zur nächsten oder übernächsten Gemeinde gefahren zu werden.
Die Kinder müssen das Gefühl bekommen, dass sie wichtig sind, als Teil der Gesellschaft wertgeschätzt werden, indem mehr Rücksicht auf ihre Entwicklung genommen wird, sie mehr behütet und geführt werden und zwar bis zum vollständigen Erwachsen sein in zum Beispiel Ganztagesbetreuungseinrichtungen. Dies wünsche ich mir als weltweiten Standrad für alle Kinder. Und ich fordere die Europäische Gemeinschaft auf, hier als Beispiel durch eine europaweite Regelung Vorbild zu sein. Kinder sind die Zukunft!! Was hier durch falsche Sparmaßnahmen vernachlässigt wird, kommt der ganzen Gesellschaft später teuer!

......Die Kinder müssen das Gefühl bekommen, dass sie wichtig sind, als Teil der Gesellschaft wertgeschätzt werden, indem mehr Rücksicht auf ihre Entwicklung genommen wird, sie mehr behütet und geführt werden......
Das sehe ich als den Kern der Probleme an. Deutschland, ganz speziell im gesamten Europa, kann man als kinderfeindliches Land ansehen. Kinder sind hier demografische Zahlen, nicht das Wertvollste, das eine Gesellschaft hat. Und diese Einstellung müßte sich erstmal grundlegend ändern, bevor man dieses Land auch für Kinder (nicht nur für Schulkinder!!) erträglich machen kann.