Selbstbewusstsein und Kreativität fördern

Selbstbewusstsein und Kreativität fördern

Kriegsspielzeug ist grundsätzlich abzulehnen. Aber das genügt nicht. Ich erinnere mich aus meiner Kindheit, dass ich in den 30er Jahren gern "Indianer" gespielt und mir zu dem Zweck einen Dolch sowie Pfeil und Bogen geschnitzt habe. Bei meinen Söhnen habe ich versucht, Kriegsspielzeug fernzuhalten. Eines Tages entdeckten meine Frau und ich eine Sammlung von Spielzeugpistolen unter der Matratze unseres Jüngsten. Demnach scheint es in der menschlichen Entwicklung eine Phase zu geben, aus der eigenen Ohnmacht heraus sich den Wunsch nach Macht mit einer Waffe zu erfüllen. Unser Ältester erlebte, dass er von einem Kleineren mit einem Stock bedroht und unterdrückt wurde. Ich gab ihm einen Stock, forderte ihn auf, mich zu bedrohen, und zeigte ihm, wie man eine Bedrohung durch einen Stock überwindet. - Die Bildung einer selbstbewussten kreativen Persönlichkeit gelingt nicht durch den "Nürnberger Trichter", der im deutschen Schulwesen schon so viel Unheil angerichtet und Karrieren durch Bewertungen und Entmutigungen zerstört hat. Allein die Förderung der natürlichen Neugier der Kinder, die Hilfe dazu, dass sie sich selbst erarbeiten können, was sie interessiert, die Umwandlungen von "Lehrern" zu "Helfern" kann Kreativität und Selbstbewusstsein künftiger Generationen (und damit das Überleben Europas im globalen Wettbewerb) sichern.