Wenn schon, denn schon: Öko-Soziale Marktwirtschaft

Wenn schon, denn schon: Öko-Soziale Marktwirtschaft

Gerade weil Menschen als "Humanressource" den gleichen oder sogar höheren Stellenwert haben als andere Ressourcen, muss diese Krise als Herausforderung dafür verstanden werden, dass die bewährte (zur Zeit muss man sagen ehemals) soziale Martkwirtschaft zur ökosozialen Marktwirtschaft erweitert wird. Nur durch die Anerkennung ökologischer und sozialer Standards kann die Krise überwunden werden, indem Überproduktion eingedämmt, aber ökologisch sinnvolle Produkte (z. B. Kraft-Wärme-Kopplung, Öko-Landbau etc.) gefördert werden. - In der ökosozialen Marktwirtschaft kann es auch gelingen, die Einsicht zu gewinnen, dass auf einer begrenzten Erde (und in einem begrenzten Europa) kein unbegrenztes Wachstum dauerhaft möglich ist. Daher müssen wir Europäer uns an den Gedanken gewöhnen, dass unsere Lebensqualität vor allem durch Verkleinerung des ökologischen Fussabdrucks zu sichern ist. Dies kann nur durch Verzicht auf Rüstung und Waffenhandel erreicht werden. Die so erzielten Einsparungen können zur Reduzierung des Bruttoinlandsproduktes genutzt werden. Damit ist auch eine Verkürzung der Arbeitszeit möglich und die Menschen gewinnen mehr Freiheit und Selbstbestimmung.


Die Forderung einer öko-sozialen Marktwirtschaft ist eines der zentralen Ziele der Global Marshall Plan Initiative, zu der es auch einen Vorschlag hier gibt:
http://www.europaeische-buergerkonferenzen.eu/de/proposal/2172

Hallo Herr Dr. Ruhemann,
stimme Ihnen an sich zu, nur kann man ökologisch sinnvolle Wirtschaft nur global durchsetzen. Staatliche Subventionen sind dabei sehr bedenklich.
Ebenso Ihre Vorstellung von der Verringerung der Arbeitszeit. Wer soll dann die Differenz zum Einkommen, welche damit entsteht, übernehmen.
Derzeit sind doch zunehmend Menschen nicht mehr in der Lage von ihrem Arbeitseinkommen zu legen (nicht zuletzt politisch unterstützt), wie sollen diese dann noch auf Arbeitszeit verzichten? Ich vermute eher, dass zunehmend Menschen nicht mehr allein von einem Job leben können.
Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass der derzeitige Sozialstaat auf Dauer finanzierbar ist.
Wesentlich erscheint mir, dass eine Diskussion über die Zukunftsgestaltung der Gesellschaft, in welcher dann Ihre Vorschläge einfließen, in diesem Land fehlt. Auch sehe ich keinen ernsthaften politischen Willen hierzu.