Sprachliche Gleichberechtigung - sinnvoll aber warum noch eine Kunstsprache

Sprachliche Gleichberechtigung - sinnvoll aber warum noch eine Kunstsprache

Ich finde auch, dass die Landessprachen in jedem Fall geschützt und bewahrt werden sollten, gerade auch die "Minderheitssprachen". Nichts desto trotz finde ich, dass sich Englisch und Französisch als Kernsprachen in der EU eindeutig bewährt haben und halte es nicht für sinnvoll Esperanto als Kunstsprache zur "Europasprache" zu küren. Ich glaube nicht, dass das sinnvoll ist im Sinne der Stiftung einer neuen europäischen Identität. Zudem wäre die Kenntnis der englischen Sprache weiterhin unerlässlich, da die Welt nicht nur aus Europa besteht und Englisch nun mal zur "Welt- und Wirtschaftssprache" geworden ist.
Gerade Menschen mit eher niedrigem Bildungsniveau tun sich mit dem Erlernen von Fremdsprachen schwer und ich halte es nicht für sinnvoll, hier zwei Fremdsprachen zu lehren, die dann beide nicht richtig beherrscht werden. Sinnvoller fände ich, die Fremdsprachenausbildung und auch den Austausch mit Schülern anderer (europäischer) Länder stärker zu forcieren. Gerade in den kleineren EU Mitgliedsstaaten ist Englisch für viele Menschen so etwas wie eine zweite Muttersprache und das Niveau ist viel besser als bei uns hier in Deutschland. Ich fände es sinnvoll, wenn wir auch in Deutschland mehr Wert auf eine fundierte Fremdsprachenausbildung und einen stärkeren kulturellen Austausch auch für Schüler, die nicht das Gymnasium besuchen legen würden.


Also der große Vorteil bei Esperanto, ist einfach, dass man es viel schneller als Englisch lernen kann. Das spart Geld und Zeit und hilft geraden Sprach unbegabten Menschen. Trotzem verstehe ich sehr wohl, dass Englisch sehr wichtig ist. Meiner Meinung nach ist Englisch aber längst nicht so sehr verbreitet wie viele denken. Klar in der Wirtschaft ist Englisch standart aber im Altag? Schon mal versucht in Italien oder Frankreich jemanden auf der Straße auf Englisch etwas zu fragen, besonders in ländlichen Regionen? In (West)Deutschland haben wir einen Vorteil, weil durch die Besatzung usw wirklich fast jeder Mindestens 5 Jahre Englisch gelernt hat, das ist aber nicht überall so...
Trotzdem ist eine Diskussion wichtung und mir wäre Englisch als Brückensprache auch recht, nur lässt sich damit der schutz von Minderheitensprachen nicht so gut durchsetzen, da am Englischen nunmal auch eine Kultur hängt, die man mit der Sprache lernen muss...

Aber letzten Endes ist es mir wichtiger, dass sich die Europäer überhaupt untereinander verstehen... Esperanto wäre nur die Königslösung, da sie Zeit und Geld spart, sehr logisch ist, und man sich sehr vielfältig damit ausdrücken kann (viele Missverständnisse die im Englischen aufkommen exestieren in Esperanto nicht)

Man kann Esperanto als erste Fremdsprache in den Schulen anbieten. Für längstens zwei Jahre - das genügt. Anschließend beliebige andere Sprachen. Den Zeitverzug von Zwei Jahre holt man überraschend leicht iweder ein, wiel man eine zweite Sprache immer leichter und schneller lernt als die erste.

Diese Gedanke, Esperanto als propädeutischen Sprachunterricht zu nutzen, ist an der Universität Budapest schon vor vielen Jahren untersucht worden - mit ganz klarem positiven Ergebnis. In den 50-er und 60-er Jahrens hat es in Somero (Finnland) ein Schlversuch gegeben - ebenfalls mit positivem Ergebnis.

Es wäre also keineswegs Neuland zu beschreiten.