Sprachliche Gleichberechtigung in der EU, Sprachenschutz, Esperanto
Die Europäische Union muss voll und ganz für die sprachliche und kulturelle Vielfalt in Europa eintreten. Die Dominanz weniger Sprachen darf nicht geduldet werden. Alle Bürger und Firmen müssen Verwaltungsverfahren in ihren Nationalsprachen absolvieren können. Alle Dokumente müssen in alle EU-Sprachen übersetzt werden. Die EU sollte zudem die Mehrsprachigkeit fördern. Sprachen regionaler Volksgruppen und Minderheitensprachen sind zu schützen und zu unterstützen. Auch sollte die EU prüfen, ob eine „internationale", leicht erlernbare Sprache wie Esperanto verstärkt in der EU eingesetzt werden könnte. Esperanto erleichtert aufgrund seiner Struktur das Erlernen von weiteren Fremdsprachen. Das gemeinsame, frühe Erlernen des Esperanto könnte der Entwicklung einer europäische Identität förderlich sein und den Weg für das Verständnis und die Tolerenz gegenüber anderen Kulturen öffnen. Zunächst sollte die EU jedoch anregen, dass in allen Mitgliedsstaaten probeweise Esperanto-Unterricht in Schulen angeboten wird, um danach stufenweise den Esperanto-Unterricht in allen EU-Staaten auszuweiten.
Der Vorschlag trifft ein Kernproblem des europäischen Einigungsprozesses, nämlich die Gleichberechtigung der Sprachen. Obwohl sie auf dem Papier garantiert wird, erlebe ich jeden Tag in der Praxis, dass letztlich die Macht hinter den Sprachen entscheidet. Der vorgeschlagene probeweise Esperanto-Unterricht könnte zeigen, ob es nicht doch eine andere Möglichkeit gibt. Einen ernsthaften Versuch sollte die Sache allemal wert sein.
Viele Vorschläge sind mehr oder weniger wichtig, aber vor allem die gemeinsame Sprache ist das wichtigste.Ohne richtige Verständigung wird immer Probleme geben.Dabei mussman beachten, dass keiner benachteilige wird.
Wenn wir wirklich sichere Zukunft für die EU wollen und kein Sprachkrieg entfalten wollen ,sollen wir echt über den Vorschlag nachdenken.Mit Esperanto würde die Mehrheit einverstanden sein genau wie neutrales Geld.
Bitte , alle Verantwortliche wirklich rationell und zukunftorientiert handeln und unsere Kinder werden uns dankbar sein.
Wenn unsere Kinder jetzt anfangen würden, die internationale Sprache Esperanto zu lernen, hätten wir in nur ein paar Jahren ein völlig anderes und meiner Meinung nach offeneres und einheitlicheres Europa.
Maßnahmen für Esperanto-Unterricht an Universitäten und Schulen brauchen meiner Meinung nach nicht an Finanzierungsproblemen zu scheitern. Im Rahmen der von mir vorgeschlagenen Einführung einer dualistischen Wirtschaftsordnung würden gemeinnützige Bildungsmaßnahmen wie der Esperanto-Unterricht jederzeit finanzierbar sein.
Schon allein Esperanto als Wahlfach einzuführen würde viel bringen, da eine einfache sprache besonders von belasteten G8lern bestimmt viel gewählt würde...
Die sehr lautstark in diesen Foren agierenden und propagandierenden Esperantisten mögen sich zwar mit ihrer Plastiksprache auskennen, aber Rechnen können sie offensichtlich nicht.
Wie viele Esperantisten, die auch nur halbwegs in der Lage sind diese Sprache ausreichend kompetent zu lehren, gibt es in Europa? Wieviele davon wären in der Lage, an einer Schule, Universität oder anderen Bildungseinrichtung zu lehren? Wenn da überhaupt eine vierstellige Anzahl herauskommen würde, würde mich das schon überraschen.
Denn nicht jeder, derein paar Brocken Esperanto von sich geben kann oder mal einen Text gelesen hat, ist gleich auf einem Niveau, die Sprache auch weiter zu geben.
Setzen wir das mal in Bezug auf die 500.000.000 Europäer, die es zu einem ausreichendem Level zu erziehen gäbe, dann würde uns auch die Angabe, dass Esperanto "wesentlich schneller als andere Sprachen" zu erlernen sei, nicht wirklich weiter helfen - Es wären um den Faktor tausend zu wenige Lehrer da, um noch in diesem Jahrhundert eine ausreichende Durchdringung der Bevölkerung zu erzielen.
Als weiteres Problem kommt hinzu, dass diese Sprache als Nischensprache über die ganze Erde verteilt ist, und es durch Balkanisierung mittlerweile zu Dialektbildungen gekommen ist. Die Frage wäre also: welches Esperanto soll den überhaupt gelehrt werden?
Dazu kommt noch, dass die Anzahl der Esperantisten in den letzten Jahren rückläufig ist. Das hindert den verbleibenden Rest allerdings nicht daran, um so lauter und fanatischer zu predigen.
Und die werden wahrscheinlich versuchen, meinen Beitrag niederzuschreien. Was aber an ihrer geringen Anzahl nichts ändern wird...
Ach ja: Warum predigen diejenigen, die Esperanto zu können meinen, so laut, dass man diese Sprache zum Schulfach machen sollte? Ist es wirklich nur Selbstlosigkeit oder ist vielmehr die Hoffnung auf eine Anstellung als ein solcher (dann rarer, gesuchter und dadruch gut bezahlter) Lehrer, die hier als Antrieb dient? Honi suit...
Wieder so einer, der keine Ahnung hat und behauptet was.Ich würde Ihnen raten einen Kongress von Esperantisten teilnehmen wo über 70 Nationen in einer Sprache sich besser verstehen wie ein Vogtländer mit einem Ostseebewohner.(ende Mai findet Europa und Deutscher Kongress mit ca 30 Nationen statt in Herzberg-Esperantostadt, Weltkongress findet in Polen mit über 70 Nationen).
Was lernen betrifft, sie können in Internet (www.esperanto.net.) umsonst lernen und gleichzeitig Millionen! Und vor Allem würde ich Ihnen raten, dass Sie sehen, dass eine Fremdsprache lernen Spass machen kann( Esperanto hat nur 16 grammatikalische Regeln ohne ausnahmen).
Leider Esperanto ist kein Land, keine Imperium , keine Millionen zu schieben , hat nur ehrliche Absichten - allen Völker die gleichen Sprachrechte geben.
Stanislaw -Europano
Sehr geehrter Herr Treczoks, Ihr Beitrag kommentiert nicht gerade sehr angenehm und ist auch nicht sehr sachlich. Es wäre wirklich freundlich, wenn Sie sich sachlich mit dem Thema auseinander setzen würden. Blinde Vorurteile helfen doch wirklich nicht weiter. Es wurde keineswegs gesagt, dass Esperanto allen Schülern ab dem Schuljahr 2009 / 2010 beigebracht werden soll. Es ist zunächst von einer Probe die Rede und danach geht es um eine stufenweise Ausweitung. Es müssten also keinesfalls von einem auf den anderen Tag Hunderttausende von Lehrern zur Verfügung stehen. Selbst wenn Sie von dieser Prämisse ausgehen, sollten Sie mal einen Taschenrechner zur Hand nehmen. Jeder Jahrgang macht momentan ca. 700.000 Personen in Deutschland aus. Nehmen wir nun an, dass ein Lehrer in einer Woche 10 Klassen jeweils 2 Stunden (also 20 Lehrerstunden pro Woche) unterrichten kann dann würden also für die Unterrichtung aller Schüler lediglich 3500 Lehrer benötigt (und Hunderttausende oder gar Millionen). Wenn wir nun annehmen, dass man Esperanto zumindest 2 Jahre unterrichten will (um ein geeignetes Niveau zu erreichen), so würden diese 3500 Lehrer nach 2 Jahren für neue Lerngruppen zur Verfügung stehen. Wenn Sie also an ca. 20 deutschen Universitäten Esperanto-Lehrer ausbilden würden (gehen wir von 1000 Studenten pro Jahr aus), so hätten Sie bereits nach 3.5 Jahren eine Lehreranzahl von 3500. Nach 7 Jahren wären es 7000 Lehrer, dass heißt Sie könnten die Gesamtversorgung der deutschen Bevölkerung sicherstellen. In Baden-Württemberg fiel die Entscheidung allen Grundschülern in den Klassen 3 - 4 Englischunterricht (bzw. in den grenznahen Regionen Französischunterricht anzubieten). Glauben Sie, dass das ein Problem war? Die Lehrer wurden im Schnellverfahren durch Fortbildungsmaßnahmen ausgebildet. Auch in den anderen Punkten liegen Sie ziemlich falsch und ich empfehle ihnen Esperantologie zu studieren. Eine Dialektbildung gibt es praktisch nicht und ein russischer Esperanto-Sprecher kann einen amerikanischen Esperanto-Sprecher sofort verstehen. Auch die Behauptung, dass die Zahl der Esperanto-Sprecher rückläufig ist entbehrt jeder Grundlage. Das Gegenteil ist der Fall, da durch die Entwicklung des Internets jetzt auch etliche Personen in Weltregionen Esperanto lernen können, in denen dies vorher mangels Lehrpersonal nicht möglich war. Die Zahl der Teilnehmer an Esperanto-Treffen ist in den letzten Jahren steigend. Nun gut! Ich schließe hiermit meinen Beitrag und wenn Sie sachliche Argumentation als niederschreien empfinden, dann kann ich Ihnen leider nicht helfen.
Vielleicht fangen wir mal mit der besseren Unterstützung der deutschen Sprache an.
Jetzt müsste man nur herausfinden, wo die tausende von Leuten vom Himmel fallen sollen, die irgendwann mal in Deutschland Esperanto lehren sollten.
Extremistische Verblendung ist keine gute Grundlage für eine sachliche Diskussion. Und gerade dieser Extremismus ist ein Hauptproblem bei den Esperantisten - man siehe sich nur an, wie sie diese Forum bereits zugespammt haben.
Wenn Ihnen bisher nicht bewusst war, dass Esperanto dialektisiert, dann waren Sie wohl noch auf keinem überregionalen Esperanto-Kongress. Als eine von tausenden Seiten auf dem Interent schauen und hören Sie sich doch diese mal an: mindprod.com/esperanto/esounds.html - Oder suchen im Internet mal nach "Ido", einem Esperanto-Dialekt (den man schon fast als Abscheidung bezeichnen kann)
Was die Anzahl der Esperanto-Sprechenden Personen angeht, so variieren die Zahlen ja sehr weit. Sidney Culbert Schätzte die Zahl auf 1,6 Millionen und rundete dann großzügig auf 2 Millionen auf. Marcus Sikosek schätzt sie eher auf 300-350.000 - Beide Zahlen gelten für "Weltweit", und beide sind von aktiven Esperantisten ermittelt worden.
Nach Culbert müssten in Deutschland ca. 27000 Esperantisten zu finden sein - eine reichlich hoch erscheinende Nummer. Nach Sikosek wären es immernin noch 4500, was deutlich realistischer klingt. In den diversen Foren der EU allerdings klingen ein paar Dutzend Esperantisten so, als würden sie Millionen vertreten.
Und: Beide Studien zählen Esperantisten bereits ab Hobbyisten-Level, d.h. die meisten sind wahrscheinlich weit von dem Level entfernt, diese Sprache lehren zu können. Unter welchen Steinen Sie also diese 7000 Lehrer nach sieben Jahren hervorzaubern wollen, bleibt Ihr Geheimnis.
Auch die Behauptung, die Anzahl der Teilnehmer an Esperanto-Kongressen würde steigen kann ich nicht nachvollziehen. Sehen wir doch mal den "World Congress of Esperanto" an. 2005: 2235 Teilnehmer, 2006: 2209, 2007: 1901, 2008: nur noch 1845. Realität tut oft weh. Nehmen Sie es nicht zu schwer.
Den Artikel über die schrumpfenden Zahlen müsste ich noch heraussuchen, da habe ich ehrlich gesagt keine Lust mehr zu, denn die Esperantisten hier wissen das ja eh alles besser.
Und um das mal grundsätzlich klar zu stellen: Ich habe nichts gegen Esperanto als Sprache. Was mich nur extrem ank... ist gedankenloser Fanatismus. Eine Hand voll linguistischer Taliban macht den Ruf von Esperanto als Sprache mit ihrem Geschrei nach "Alle müssen Esperanto lernen" den Ruf der Sprache (endgültig) kaputt.
Die Kampagne kommt 30 Jahre zu spät.
Herr Treczoks, ich hatte Sie um einen sachlichen Stil gebeten. Wir kommen sonst in der Diskussion nicht weiter. Es wäre also sehr freundlich wenn Sie sich zumindest diesbezüglich meiner Meinung anschließen könnten. Ansonsten können Sie gerne Ihre Meinung pflegen. Nun jedoch zu Ihrem Beitrag. Lesen Sie sich einfach nochmal meinen letzen Beitrag durch. Ich hatte keinesfalls behauptet, dass die Lehrer aus der momentanen Sprachgemeinschaft kommen müssen. Ich habe gesagt, dass es möglich ist innerhalb von 3,5 Jahren ca. 3500 Lehrer auszubilden. Schauen Sie sich die entsprechende Rechnung also einfach noch einmal an. Ich habe auch gesagt, dass der Vorschlag lautet, dass die EU probeweise Esperanto-Unterricht anbieten solle, den man dann je nach Ergebnis ausweiten möge. Ihre Argumentation ging damit bereits fehl. Danach sprechen Sie mir meine Erfahrungen zu einer vermeintlichen "Dialektisierung" ab und fragen mich wieviele Esperanto-Kongresse ich besucht habe. Ich antworte Ihnen gerne. Ich habe über 20 internationale Kongresse besucht u. a. den Esperanto-Weltkongress in Japan 2007 und konnte mich auch mit Japanern, Chinesen, Vietnamesen und US-Amerikanern hervorragend verständigen. Wieviele Kongresse haben Sie besucht? Dann schreiben Sie über Zahlen zu Esperanto, obwohl weder in dem Vorschlag noch in meinem bisherigen Beitrag von Zahlen die Rede war. Was wollen Sie dadurch belegen. Zum Schluss wollen Sie meine Behauptung die Sprecherzahlen an der Esperanto-Sprachgemeinschaft stiege, dadurch widerlegen, indem Sie Zahlen der letzten vier Esperanto-Weltkongresse aufführen. Die Esperanto-Weltkongresse stellen jedoch nur einen äußerst kleinen Teil der Kongresse dar. Auch müssen Sie berücksichtigen, dass es regionale Unterschiede gibt. Nach meiner Auffassung haben Sie sehr wohl etwas gegen Esperanto, sonst hätten Sie doch nichts gegen probeweisen Esperanto-Unterricht und ggf. einer stufenweisen Ausweitung dieses Unterrichts. Mal ehrlich; was spricht denn dagegen wenn Esperanto in allen EU-Staaten gleichbereichtigt mit anderen Sprachen als Wahlfach angeboten würde, dass also alle Schüler aus einem Sprachenkatalog von z. B. allen EU-Sprachen + Esperanto selbst die Auswahl treffen könnten ohne zu irgendetwas gezwungen zu werden.
Ganz ehrlich - diese Esperanto-Überlegung mag ja schön und nett klingen, aber die Realität ist doch, dass heutzutage jeder 14- Jährige lieber Englisch lernt, damit er in seinen Online-Computerspielen zurechtfindet.
Die Amerikanisierung nicht aufzuhalten, da wohl der Großteil der europäischen Bürger immer mehr diesen Lebenstil annimmt und gegen diese Welle würde man es weder schaffen mit Zwang ein Esperanto-Programm durchzusetzen, noch auf freiwilliger Basis, denn diese wäre vermutlich so klein, dass sie nicht die nötige Lawine anstoßen wird.
Was ist falsch daran, auf die Englische (oder amerikanische?) Sprache zu setzen, die sich eh schon durchgesetzt hat. Nur damit man dann keine Land einen Vorteil hat? Nach dem Motto: Nee, wenns nicht meine ist, solls auch keine der anderen sein. Das ist nicht nur unrealistisch, sondern auch unwirtschaftlich. Jede Nation, oder auch Region sollte sich ihre Sprache erhalten, dagegen will ich ja nichts sagen, aber Ihre unsinnige Diskussion hat mich schon erstaunt.
Hallo Janine.hl, wenn ich Sie richtig verstanden habe würden Sie also den Vorschlag eines freiwilligen Esperanto-Unterrichts keineswegs ablehnen. Aus meiner Sicht wäre es sehr sinnvoll einen Sprachenkatalog einzuführen, so dass die Kinder (und natürlich die Eltern) z. B. unter den Sprachen der EU + Esperanto und vielleicht einigen weiteren Sprachen der Welt ihre 1. / 2. oder 3. Fremdsprache auswählen könnte. Da Esperanto leichter als andere Sprachen ist, wäre es natürlich nicht sinnvoll es über einen Zeitraum von z. B. 9 Jahren zu unterrichten (auf dem Gymnasium). Hier könnten die Schüler dann (z. B. nach 2 oder 3 Jahren) auf Wunsch eine 4. Fremdsprache dazu wählen. So wäre es möglich, dass die Kinder auf eigenen Wunsch z. B. Englisch lernen wegen der Computerspiele, dann Polnisch (z. B. für die Personen, die nahe der Grenze wohnen) und später nach Lust und Laune noch Esperanto, Spanisch oder Italienisch lernen. Warum nicht?!
Ich finde die Diskussion hier sehr lustig! Ich habe zwar für diesen Vorschlag hier gestimmt, da ich Esperanto für eine sinnvolle Sache halte und auch selber gerade beginne es zu lernen aber ich mag auch keine radikalen, die allen und jeden etwas aufzwingen wollen - ich glaube aber auch nicht, dass das das ziel dieser Kampange ist...
Ich finde man sollte den Leuten die möglichkeit geben an Schulen, Unis, usw Esperanto als Wahlfach zu wählen, ob sich das dann durchsetzt ist eine andere Frage, auf jeden fall wäre es demokratisch...
Da ich selbst noch Schüler bin weiß ich sehr gut, wie sehr bei der Wahl von Fächern der Lernaufwand mitspielt... Ich selbst musste eine Zweite Fremdsprache wählen um mein Aitur zu machen und habe mich für Spanisch entschieden. Hätte Esperanto zur Wahl gestanden, hätte ich wahrscheinlich das gewählt, weil ich zwar sehr sprachinteressiert bin, abern icht besonders begabt (was man auch an meiner Rechtschreibung sieht ;) )
Gerade für Berufliche Gymnasien, in denen man für 3 Jahre zwangsweise eine 2. Fremdsprache Lernen muss wäre Esperanto gut geeignet. Aber eben nur als Wahlfach! Ich bin gegen jede Art von Sprachimerialismus, das muss alles Freiwillig geschehen...
Ich finde es sehr bemerkenswert, wie "treczoks" Esperanto-Sprechern Fanatismus vorwirft. Seine Eigenen Beiträge sind agressiv, unsachlich und emotional - das krasse Gegenteil von den Beiträgen der Personen, die pro Esperanto argumentieren.
Es beginnt gleich in dem ersten Satz mit der abwertenden Bezeichnung "Plastiksprache". Es folgen nachweisbar falsche Behauptungen wie z.B. "Balkanisierung" des Esperanto (Zerfall in Dialekte), die rückläufige Anzahl der Esperanto-Sprecher und gipfelt in der Unterstellung, dass Esperantosprecher die Aktion unterstützen, um an gut bezahlte Jobs zu kommen.
Es ist niveaulos und völlig inakzeptabel, was Herr "treczoks" da von sich gibt. Aber interessant ist es schon, wie das Stichwort "Esperanto" bei einigen Zeitgenossen Aggressionen und Emotionen freisetzt.
Vielleicht eine Anmerkung zu dem Thema "Woher sollen die Esperanto-Lehrer herkommen"? Ist kein Problem. Vor einigen Jahren gab es in den Schulen das Fach Informatik noch nicht, es gab auch keine Informatik-Lehrer? Na und? Die wurde dann einfach ausgebildet.
Es ist ja nun kein Kunststück, Esperanto bis zu einem Niveau zu lernen, dass man es selbst unterrichten kann.
Wo kommen plötzlich die Grundschullehrer her, die die Befähigung haben (sollen), Englisch zu unterrichten, was bisher nicht Teil ihres Studiums war? Ganz einfach - die wurden ausgebildet. Da gab es vierwöchige Kurse, die scheinbar für ausreichend erachtet wurden.
Ein in einer Fremdsprache ausgebildeter Fachlehrer sollte in der Lage sein, Esperanto soweit zu beherrschen, dass er es flüssig sprechen und unterrichten kann.
Zu "frog". Ich stimme Ihnen da gerne zu. das von Ihnen vorgeschlagene Modell gibt es sogar bereits in der Realität. In Ungarn wird als Zulassung zum Studium die Kenntnis zweier Fremdsprachen verlangt. Da kann dann Esperanto freiwillig gewählt werde. Mit großem Erfolg - Schüler gehen eben gerne den Weg des geringsten Widerstands.
Ihren Wunsch der völligen Freiwilligkeit kann ich indes nicht teilen. Nach der Einführung der Oberstufenreform (Kurssystem) vor vielen Jahren, wurde "leichte" Fächer in den Leistungskursen regelrecht überschwemmt und andere Fächer so weit wie möglich abgewählt. Das war natürlich nicht Sinn der Reform ein derartiges "Mini-Abitur" einzuführen.
Dem Kommentar von hoketo kann ich größtenteils zustimmen. Man sollte allerdings nicht dem Beispiel für das Grundschulenglisch folgen. Esperanto-Lehrer sollten eine gute Qualifikation und Ausbildung vorweisen. Ich denke jedoch, dass innerhalb von kurzer Zeit der Bedarf für einen freiwilligen Esperanto-Unterricht gedeckt werden kann. Zu Frog: Es ist interessant, dass gerade die Gegner des Vorschlages hier einen Radikalismus unterstellen. Auch ich finde die Diskussion lustig, da es doch einige unzulässige Interpretationen gab. Ich gebe dir vollkommen Recht, dass es demokratisch wäre, wenn man an Schulen und Universitäten freiwillig Esperanto lernen könnte.
Korrektur: Ich hatte geschrieben "Ein in einer Fremdsprache ausgebildeter Fachlehrer sollte in der Lage sein, Esperanto soweit zu beherrschen, dass er es flüssig sprechen und unterrichten kann." Dabei sind versehentlich einige Worte auf der Strecke geblieben. Es sollte heißen "Ein in einer Fremdsprache ausgebildeter Fachlehrer sollte spätestens in 6 Monaten der Lage sein, Esperanto soweit zu beherrschen, dass er es flüssig sprechen und unterrichten kann.
treczoks (dessen Altfranzösisch zu wünschen übrigläßt -- es heißt nicht "verabscheut folgt..." sondern "sei": "Honi soit qui mal y pense") ist einem Mißvertändnis aufgesessen. Die Dialektisierungsseite, auf die er verweist, spricht eigentlich nur von regionalen Akzenten des Esperanto. Die sind zulässig, wurde die Sprache doch extra mit einem geringen phonetischen Umfang geschaffen, damit es dadurch für Sprecher unterschiedlichster Provenienz zu keinen Problemen kommt. So hat Esperanto z.B. 5 Vokale mit maximalem phonetischem Abstand, wo das Deutsche oder Englische dutzende bedeutungstragende und für den Ausländer schwer zu lernende Vokalschattierungen aufweist. Alle Probleme sind damit freilich nicht gelöst, da es keine nenneswerte Schnittmenge aller Sprachen gibt. So müssen Franzosen lernen die vorletzte Silbe zu betonen un das H auszusprechen, Russen und Ukrainer tun sich schwer H und G auseinanderzuhalten, wie das für Japaner und Chinesen mit L und R schwierig ist. Russen neigen wie Engländer zu einer süßen Diphtongisierung, erstere machen gerne aus E ein JE und aus O ein UO, letztere andersrum -- nichts was sie unverständlich machen würde.
Zurück zu dem Irrtum: Die Seite spricht durchgehend von Akzent, bringt dann in der Tabellenüberschrift aber unverhofft Dialekt, was etwas ganz anderes ist (habe den Autor soeben darauf hingewiesen).
Was Ido betrifft, so war das ein recht radikales Reformprojekt, das die Genialität von Esperanto verkannt hat und zurückbilden wollte. Das hat in der Esperantobewegung kaum Anklang gefunden, so daß es sich als eigenständige neue Sprache eine winzige Nische gesucht hat und in seiner Verwendung weit hinter Esperanto zurückgeblieben ist. Diese uralte Geschichte, die ein Einzelfall geblieben ist, kann man wohl kaum als Beweis für einen Dialektverfall von Esperanto ansehen.
Als Antwort auf Herr Treczoks, Esperanto kann erlernt werden 8 bis 10 Mal schneller eine Landessprache (obligatorisch unregelmäßig). Also ein Lehrer unterrichtet Esperanto 8 bis 10 mal mehr Schüler ein Lehrer für andere Sprache.
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Dazu kann der Text in Esperanto ist im Durchschnitt 20% kürzer als die Übersetzung in eine Sprache nationalle kann. Woher Wirtschaft Papier (Stoppt das Massaker Wald!)
Das meiste an Kommentaren hier fand ich sachlich und informativ.
Der einzige Fanatiker war treczoks.
Jede Diskussion über Esperanto ist eitel.
Suche im Web (mit Ihrer Lieblings-Suchmaschine) den Bericht Grin, lesen Sie es aufmerksam, und Sie werden sehen, dass die Ablehnung der Lösung "Esperanto" kostet Mrd. € in Europa jedes Jahr.
Verweigerung des Esperanto kostet Mrd. €, aber dieser Bericht wurde in den Kerker geworfen.
Warum?
Kurz