Nationale Identität

Nationale Identität

Kein Land darf seine nationale Identität verlieren.
Kulturelle Begebenheiten, handwerkliche Praktiken und Traditionen dürfen keiner EU Verordnung zum Opfer fallen.


Wo genau sind denn schonmal Traditionen einer EU-Verordnung zum Opfer gefallen? Es wäre schön, wenn die Beiträge etwas konkreter formuliert werden könnten... sonst können auch die Entscheidungsträger sie nicht verwenden und wir debattieren aneinander vorbei.

Die nationale Identität manisfestiert sich häufig über die Muttersprache.
Alle Sprachen in der EU sind zwar gleichberechtigt, aber offensichtlich sind einige "gleicher". Es gibt die drei Arbeitssprachen Englisch, Französich und Deutsch, aber selbst hier herrscht keine Gleichberechtigung.

Es muss gewährleistet sein, dass alle Unterlagen, beispielsweise für Ausschreibungen, zeitgleich(!) in allen EU-Sprachen vorliegen, um keine Sprache einseitig zu bevorzugen und Sprecher kleinerer Sprachen zu diskiminieren. Und natürlich muss jeder das Recht haben, in seiner Muttersprache zu antworten und gleichberechtigt behandelt zu werden.

Das ist theoretisch zwar so, aber die Praxis ist leider eine andere.

Die Forderung ganz klar: Gleichberechtigung aller EU-Sprachen - nicht nur auf dem Papier.

Ich meine auch : Es muss gewährleistet sein, dass alle Unterlagen, beispielsweise für Ausschreibungen, zeitgleich(!) in allen EU-Sprachen vorliegen, um keine Sprache einseitig zu bevorzugen und Sprecher kleinerer Sprachen zu diskiminieren. Und natürlich muss jeder das Recht haben, in seiner Muttersprache zu antworten und gleichberechtigt behandelt zu werden.
Aber bedeutet das nicht eine riesige Übersetzerei, deren Finanzierung besser für soziale Aufwendungen eingesetzt werden sollte?
Warum nutzen wir nicht den sprachlichen "Euro", ich meine die internationale Sprache Ido, geschaffen von einer internationalen Wissenschaftlergruppe ? Sie ist extrem leicht, neutral, bevorzugt und benachteiligt niemanden. Sie erleichtert übrigens das Erlernen von Nationalsprachen sehr.

Bevor wir über Identität oder Sprachprobleme diskutieren, ratte ich allem unter "www.ekolingvo.com" über "Die wirtschaftlichen Auswirkungen der sprachlichen Ungleicheit in der EU" lesen !

"Ich meine die internationale Sprache Ido, geschaffen von einer internationalen Wissenschaftlergruppe ?"

Hier irrt Herr Scholz. Ido wurde von Louis Couturat und Louis de Beaufront entwickelt. Die von einer internationalen Wissenschaftlergruppe entwickelte Sprache ist Interlingua (IALA=International Auxiliary Language Association), nicht zu verwechseln mit Interlingua von Peano = "Latino sine flexione"

Mir ist beides wichtig:
Zum einen die Gleichberechtigung aller Sprachen - nicht nur in Europa, sondern weltweit - im wahrsten Sinne des Wortes als Ausdruck kultureller und persönlicher Identität zur Bewahrung und Stärkung der Vielfalt.
Zum anderen daneben eine Sprache für alle, die leicht zu erlernen ist. Eine Sprache, die den Zugang zu anderen Sprachen erleichtert und damit gegenseitiges Verständnis fördert.
Es wäre gut, wenn diese "Zweitsprache" so attraktiv wäre, dass wir sie unbedingt erlernen möchten, weil wir ihren Nutzen schnell erkennen und sie uns die Verständigung untereinander erheblich erleichtert.
Auch bei der Idee einer gemeinsamen Sprache lohnt es sich, denke ich, von vornherein grundsätzlich global zu denken. Es wäre sicher gut, so etwas wie weltweite Kompatibilität von vornherein anzustreben und im Blick zu behalten.
Bisher ging ich davon aus, dass sich Englisch mit der Zeit als Welt(zweit-)sprache für alle durchsetzen wird. Aber wenn es etwas Interessanteres, im multikulturellen Sinne Verbindenderes gibt, dann nur zu. Ich bin gespannt! Ido begegnet mir hier zum ersten Mal. Da mir die Rechtschreibunterstützung meines Computers gerade signalisiert hat, dass auch sie "Ido" nicht kennt, hat es wohl auch noch keinen allgemeinen Bekanntheitsgrad erreicht. Aber ich werde es mir anschauen. Danke für den Tipp Eberhard Scholz!
Einen kleinen Extragruß für hoketo :-)

Da ich meinen Kommentar früher begonnen, aber später abgeschlossen habe, fehlte mir die zweite Information von hoketo.
Danke! Jetzt weiß ich noch genauer, wo ich nachschauen muss.

@Kimbali
Ido ist ein Reformvariante von Esperanto aus dem Jahr 1907.
Ich möchte jetzt sehr vorsichtig sein, und ich will auch keine Unwahrheiten über Ido verbreiten.
Anfangs hatte Ido viel Zulauf, aber dann ist es doch sehr still um die Sprache geworden.
Alle Ido-Sprecher, die ich kenne, sprechen auch Esperanto. Als Esperanto-Sprecher kann man Ido-Texte weitgehend problemlos verstehen.
Zahlenmäßig ist es so, dass es zwischen 100-fach und 1000-fach mehr Esperantosprecher als Idosprecher gibt.
Der Gedanke der Völkerverständigung ist bei Esperantosprechern stark ausgeprägt, vielleicht ist dies idealistische Komponente auch der Grund, weswegen Esperanto als einzige Plansprache eine Verbreitung gefunden hat und aus dem Projekt eine lebende Sprache gemacht hat.

Wer mich übrigens persönlich kontaktieren und mehr wissen will, kann das gerne tun:
hoketo@web.de. Bitte dann im "Betreff" ein Hinweis auf die Bürgerkonferenzen.