Kläranlagen: Europas Energiequelle der Zukunft!

Kläranlagen: Europas Energiequelle der Zukunft!

Kläranlagen sind derzeit nichts anderes als gigantische Umweltverschmutzer, die entscheidend für die Überdüngung unserer Meere und Gewässer verantwortlich sind, zudem vebreiten sie Rückstände von Medikamenten und hormonell wirkende Fremdstoffe in unserem Trinkwasser mit verheerenden Konsequenzen für die Voksgesundheit und insbesondere für das werdende Leben.
Andererseits aber sind sie die wohl ergiebigsten und verfügbarsten Reservoire von verrottbarem organischem Material zur Herstellung von Biogas.

Ich stelle deshalb den folgenden ANTRAG:

Die Europäische Union möge eine Richtlinie verabschieden, nach der die Mitgliedsstaaten verpflichtet sind bis zum 31.12. 2009 flächendeckend die Voraussetzungen für die Biogas-Produktion in kommunalen Kläranlagen zu schaffen.

Begründung:
1, Jeden Tag wandern noch immer gigantische Mengen verrottbaren organischen Materials ungenutzt durch Kläranlagen in die "Vorfluter" (Flüsse und Meere) und verschmutzen in erheblichem Umfang unsere Gewässer. Dabei wäre es problemlos möglich, zumindest Teile der Abwässer in Bioreaktoren zwecks Entgasung (Methan-Produktion durch Mikroorganismen) umzuleiten und zu nutzen.

2, Durch die anaerobe Entgasung des Materials aus den Kläranlagen entsteht ein biologisch und chemisch weitgehend inertes leicht deponierbares Gut, das unter Einschränkungen sogar als Dünger z.B. für Parkanlagen genutzt werden kann. Durch den hohen Proteingehalt des Klärschlammes ist reichlich Schwefel in ihm vorhanden, der zur sulfidischen Festlegung von vorhandenen Schwermetallen führt, die sich bei der anschließenden Deponierung nur schwer auslaugen llassen.

3, Durch die Kläranalgen geht derzeit noch eine erhebliche Fracht von Medikamentenrückständen (Contrazeptiva, Beta-Blocker, etc.), sowie von allen möglichen hormonell wirkenden Fremdstoffen (Bisphenyl A, Phthalate, etc.), die bei der Entgasung und bei geeigneter mikrobieller Besiedlung der Reaktoren biologisch inertisiert, d.h. abgebaut werden könnten und somit nicht mehr zur Belastung des Trinkwassers beitragen würden. Hierbei kommt es, wie gesagt, auf die geeignete mikrobielle Besiedlung der Reaktoren an. Die EU möge deshalb die Effektivität der den Kläranlage angegliederten Bioreaktoren in Hinsicht auf die Fähigkeit zur Inertisierung schädlicher Fremdstoffe stets überprüfen, mit dem Ziel eine optimierte mikrobielle Besiedlung alller neben Kläranlagen befindlicher Bioreaktoren zu errichen. Die Erfahrung mit mikrobieller Besiedlung von Aktivkohlefiltern bei Reinigung von mit Sprengstoffrückständen belastetem Wasser hat gezeigt, daß enorm effiziente biologische Abbauvorgänge vorkommen.


Da sollte natürlich geforscht werden und pilotweise implementiert! Bei uns wird sogar ungeklärtes Wasser ins Meer verfrachtet. Unglaublich.

Ob das allerdings die Energiequelle der Zukunft ist, da bin ich mehr skeptisch. Es wird wohl um einen Energiemix gehen.