Zu Vorschlag 'Kerosinsteuer einführen!'

Zu Vorschlag 'Kerosinsteuer einführen!'

Endlich kommt dieser Vorschlag. Eine Kerosinsteuer analog zu der Benzin- und Dieselsteuer für Kfz wäre ein enormer Beitrag zum Umweltschutz, der nicht mit Steuergeldern finanziert werden müßte.
Ferner wäre dies auch ein Beitrag zu mehr sozialer Gerechtigkeit. Die Mitbürger, die hart sparen müssen, fliegen nicht 2 oder gar 3mal im Jahr in ferne Länder, um dort Urlaub zu machen! Sie können sich auch keinen Wein aus Australien leisten oder ähnliche Güter, die um die halbe Welt geflogen werden. Es trifft also hauptsächlich diejenigen, die nicht sparen müssen!
Ferner steht im Grundgesetz, dass alle Bürger gleich sind. Wie verträgt sich das damit, dass Autofahrer besteuert werden, Fluggäste aber steuerfrei sind?


Ich stimme absolut zu. Genauso wie die Fluggesellschaften demnächst dem Emissionen Handel hinzugefügt werden, müssen für sie auch bei Kraftstoffsteuern die selben Regeln gelten, die auch für alle anderen Transportunternehmen gelten.

(http://redgreenandblue.org/2008/10/26/europe-adds-flights-to-its-emissio...)

Volle Zustimmung. Es würde dem Staat Steuereinnahmen bringen, würde helfen, ökonomische und ökologische Lasten besser zu verteilen und es würde die Belastung durch Fluglärm verringern.

Eine volle Besteuerung von Kerosin wäre nur gerecht.

Ich stimme grundsätzlich zu.

Trotzdem einige Hinweise.

Auf Kerosin, wie auch auf Schiffsdiesel, wird keine Steuer erhoben, weil er überwiegend außerhalb der Hoheitszone eines Staates verbraucht wird. Historisch endete die Staatshoheit zunächst wenige 100 m über dem Erdboden, die Grenze wurde aber später angehoben und ist bis heute auch nicht präzise definiert. Bei reinen Inlandflügen ist es klar, aber es beginnt bei Auslandflügen diffizil zu werden, selbst wenn Sie sich immer im Hoheitsgebiet eines Staates befinden. Und bei internationalen Flügen? Wer soll die Kerosinsteuer einkassieren udn bekommen, wenn das Kerosin im internationalen Luftraum (beispielsweise) über dem Atlantik im Triebwerk verbrannt wird?

Wenn Sie mal durch einen Supermarkt mit offenen Augen gehen, werden Sie merken, dass es zahlreiche Produkte gibt, die aus entfernten Ländern stammen. Beispielsweise Trauben und Obst aus Chile oder Südafrika. Pikanterweise sind beim meinem Discounter gleich nebenan die Äpfel aus Chile billiger als aus Südtirol, weil der Transport per Flieger kostengünstiger und energiegünstiger ist, als die monatelange Lagerung in Kühlräumen. Durch eine Kerosinsteuer treffen Sie also keineswegs nur die "Reichen". Wenn Sie mal die Preise vergleichen, ist ein australischer Wein keineswegs ein Luxusgetränk der "Reichen", denn Sie finden den durchaus auch bei den Discountern.

Es sind übrigens auch keineswegs nur die "Reichen", die dauernd in der Welt herumjetten. Die billigen Angeboten locken nicht nur jeden, sondern werden auch von einkommensarmen Schichten wahrgenommen. Erst das Massengeschäft ermöglicht das "Billgfliegen".