Ein "Grüner New Deal"

Ein "Grüner New Deal"

Europa muss gerade in der Krise Ökologie und Ökonomie verbinden. Die Zeit ist reif für einen "Grünen New Deal", der die Bekämpfung der Finanzkrise mit entschiedenem Klimaschutz und Maßnahmen zur Verringerung der globalen Armut zusammenbringt. Ein solcher Grüner New Deal muss tiefgreifende Strukturveränderungen mit entschiedenen Sofort-Maßnahmen zur ökologischen und sozialen Bewältigung der Krisen verbinden. Die aktuellen Krisen – Finanzkrise, Klimakrise, globale Armut – lassen sich nicht aufschieben und nacheinander lösen


Ja klar, aber das Hauptproblem ist doch. dass die Amerikaner mit ihrer Deregulierungsideologie die ganze Krise heraufbeschworen haben. Da sollte man auch mal wieder über Ordnungspolitik nachdenken, dass die grün sein muss versteht sich von selbst.

Ich bin da ganz ihrer Meinung, dass wir einiges Ändern müssen. Die aktuelle Krise könnte da als Chance genutzt werden. Aber meinm Eindruck nach, wird zur Zeit nur versucht, irgendwie so weitermachen zu können wie bisher.

Ein Konzept, dass die von Ihnen angesprochenen Ziele Erreichen könnte, hat auch das Problem, dass wir das nur global lösen können. Das heist, alle Staaten müssten mitmachen und an einem Strang ziehen ohne auf die eigenen Nachteile zu achten. Das sehe ich leider unter den gegebenen Umständen als schöne Utopie an.

Man könnte aber versuchen es zumindest in Europa hinzubekommen. Sozusagen als gutes Beispiel. Irgendjemand muss ja mal anfangen. Das wäre natürlich ein Langzeitprojekt, sagen wir mal über mindestens die nächsten 100 Jahre.

Schwierig aber meiner Meinung nach auch nicht vermeidbar, es anzugehen. Durch die wachsende Bevölkerung in den betreffenden Gebieten und ansteigende Armut wächst sonst nur die Gefahr von Kriegen und großen Flüchtlingsströmen, die jede Anstrenung zunichte machen können.

@Andre und @Jens: Wir müssen uns hüten, uns von Bedenken davon abhalten zu lassen, so schnell wie möglich in die Wege zu leiten, was geschehen muss. Wichtig ist nur, dass wir den "Grünen New Deal" in dem Bewusstsein anschieben, dass er insgesamt auf eine Überwindung des Wachstumsdenkens hinzielt. Gerade der rasante Verbrauch der Ressourcen und die ungezügelte Bevökerungszunahme in armen Ländern gebietet drastisches Umdenken. Dazu kann die Idee der Kleinkredite beitragen, wie sie von Muhammad Yunus in Bangladesh vorexerziert wurde: Indem sich arme Frauen durch selbstbestimmte Arbeit und gegenseitige Unterstützung in "Selbsthilfegruppen" aus der Armut herausarbeiten, lernen sie ihre Kinder nicht als Hilfsarbeiter für die Alterversorgung zu sehen, sondern als Potential für ein besseres Leben, das durch Schul- und andere Bildung zu fördern ist. So wird aus einer "Entlastung", von der man sich möglichst viel wünscht, eine "Belastung", die man sich nicht unnötig herbeiwünscht. - Zugleich entsteht ein bescheidener Wohlstand, der sich auf das beschränkt, was wirklich notwendig ist, und so zum Vorbild für die Industrieländer wird. Dieser Wohlstand trägt zu einer nachhaltigen Wirtschaft bei, indem z.B. Kommunikationsmittel und die dafür erforderlichen Solarzellen angeschafft werden - ein Beispiel, wie Produktion in die richtige Richtung gelenkt wird.