Ökosoziale Reform durch Geldreform ermöglichen

Alle, wirklich alle angestrebten und wünschenswerten Weichenstellungen für eine ökosoziale, auf Solidarität beruhende, der Lebensqualität förderliche wahrhafte Marktwirtschaft, die das Wohlergehen der Bürger berücksichtigt, werden von den geltenden Regeln der Gelderzeugung unterlaufen. Selbst die besten und begrüßenswertesten Projekte, von denen viele auch auf dieser Plattform angemahnt werden, müssen scheitern, wenn wir uns weiter sklavisch an die - keineswegs gottgegebenen - Regeln der Gelderzeugung halten.
Vorschlag: Der Staat (die Staaten) müssen die Oberhoheit über die Währung erhalten. D.h., der Staat muß das alleinige Recht zur Geldschöpfung haben (darf sich also nicht verschulden müssen). Der meist auf so einen Vorschlag folgende Aufschrei "Das gibt Inflation", ist durch nichts zu belegen, weil dieselben Gremien wie heute auch, die Geldmenge kontrollieren könnten. Zugleich sollte eine ressourcenbasierte Steuerreform durchgeführt werden, wobei der bestechende Vorschlag von Götz Werner stammt: Einzige Steuer ist MwSt. Wenn alle Steuern aus den Produkten herausgerechnet werden, könnte die dann natürlich auch 50, oder 80% oder mehr sein, bei gleichbleibenden Preisen. Daraus ließe sich auch ein Grundeinkommen finanzieren, das die Bürger von der Arbeitspflicht befreien und zur Arbeitslust führen könnte. Es wäre also eine dringend nötige Entkoppelung von Einkommen und Erwerbsarbeit möglich. Allerdings auf Kosten institutioneller Macht. Es wäre eine Befreiung der Bürger und würde eine gesellschaftliche Hinwendung zum individuellen Sinn ermöglichen. Als Ergebnis ist eine Qualitätssteigerung nicht nur des persönlichen Lebensgefühls, sondern auch in der Ausführung der als sinnvoll und damit mit Hingabe ausgeführten Tätigkeiten.

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