EU für Regulierung des Finanzmarktes!

Die Finanzmärkte werden zukünftig strengen Regulierungen und unter Aufsicht gestellt, wie die sechs größten Wirtschaftsnationen der EU gestern in Berlin beschlossen haben. Kanzlerin Merkel hatte dorthin geladen, um den im April stattfindenden Weltfinanzgipfel im April vorzubereiten.
„Wir haben es mit einer außergewöhnlichen internationalen Krise, wie wir es seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen haben. Wir glauben, dass eine solche internationale Krise nur gemeinsam überwunden werden kann.“, sagte Kanzlerin Merkel gestern.
Die EU will einen lückenlose Kontrolle der Finanzmärkte, Finanzprodukte und der FinanzakteurInnen. Auch Hedgefonds, Ragting Agetnuren und sonstige private Anbieter sollen unter Aufsicht stehen. Es wurde vorgeschlagen, dass der Internationale Währungsfond (IWF) und das Forum für Finanzstabilität (FSF) für die Aufsicht und Kontrolle zuständig sein sollen.
Die notwendigen Details für den Plan sollen rasch ausgearbeitet werden und eine Liste von möglichen Sanktionen gegenüber unkooperativen Stellen beinhalten.
Die EU-Verantwortlichen haben ebenso einer Verdopplung der finanziellen Unterstützung des IWF zugestimmt. Der britische Premier Minister Gordon Brown betonte, dass internationale Institutionen rund 500 Milliarden US Dollar benötigen und forderte einen globalen „New Deal“ um der Weltwirtschaft zu helfen.
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Impulsiv würde man prinzipiell Zustimmen, dass die Kontrollen strenger und effizienter gestaltet werden müssten.
Ich glaube jedoch, dass es vorerst sinnvoller ist, zuerst einmal sicher zu stellen, welche Produkte die Menschen weltweit
a) dringend benötigen und daher zu fördern sind
b) w i e v i e l e Konzerne eines bestimmten Produktes sinnvoll erscheinen (z.B. Automarken, Handyanbieter, etc.)
c) welche Lücken gefüllt werden müssen und daher neue Jobs möglich sind (statt, z.B. Handyanbieter Nr. 278 > neue Ressourcen im Bereich Umwelt, Bildung, Nahrung, etc. öffnen)
Nachdem man sich Orientierung verschafft hat, sollte man erst die dafür erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um wirtschaftliche Crashes so gut als möglich auszuschließen.
Es macht meines Erachtens keinen Sinn, Finanzaufsichten zu schaffen, wo es nichts mehr zu beaufsichtigen gibt da die Lage jetzt ohnehin in vielen Bereichen verfahren ist.
Untestützungen von bisher anerkannten und weltweit bekannten Konzernen halte ich persönlich für überflüssig, da sich die seriösen Firmen ohnehin ihren Platz geschaffen haben.
Was derzeit in der Finanzwelt geschieht ist ledigliches Hin- und Herschieben von Geldern, die dann in der Folge im Nichts verschwinden - Aufsichtsräte die es bisher gegeben hat konnten im Prinzip nicht verhindern, dass es zu dem weltweiten Debakel gekommen ist, womit sich ein neuerlicher Aufsichtspool von selbst in Abrede stellt.
Zudem sollten sämtliche Aufsichtsräte, Menschen, die höhere Positionen inne haben, auf ihr absolutes Fachwissen durch eine Kommission überprüft werden und nicht nur durch Zeugnisse die sich vorlegen können.
Jeder, der auf Grund seiner entsprechend wichtigen Position in ein Firmendebakel verwickelt gewesen ist - also die Verantwortung für Menschen und somit ja dem gesamten Firmenunternehmen gehabt haben - dürfte in der heutigen Zeit nicht mehr die Chance haben, in wichtigen Funktionen tätig zu werden, zum Schutze aller. Außerdem würde ich sämtliche Manager, Direktoren solcher Konzerne zuerst einmal das Privatvermögen abnehmen.
Z.B. Wozu Auto-Konzerne unterstützen, wenn die meisten Menschen nicht einmal in der Lage sind ihren Grundbedarf zu decken bzw. einen Job haben - und sie dann mit fiesen Mitteln zu neuen Krediten zu verführen, indem man ihnen ein "Kaufzuckerl" anbietet?
Ich halte von ehrlichem Einsatz sehr viel, ich halte sehr viel davon, dass a l l e Menschen in Notzeiten zusammenrücken, aber sicherlich dann nicht, wenn die Probleme nur verschoben werden (vom Autohandel zum Immobilienmarkt, von dort zur Pelzindustrie, von dort zum....usw.,...)
@Herr Kloucek:
Wie ich aus Ihrem Posting für mich herauslese, scheinen Sie kein Freund der EU zu sein. Das bin ich zum derzeitigen Zeitpunkt ebenfalls nicht.
Doch ich glaube, dass es keinen Sinn macht, von vornherein über diese Schiene hier zu schreiben.
Vielmehr hätte es mich gefreut, einen überdenkbaren Vorschlag vorzufinden.
Das ist nämlich der Grund, dass ich mich hier zu Wort gemeldet habe.
Mit freundlichen Grüßen,
S.T.
@S.T. Ich bin ein ganz großer Freund der europäischen Einigung. Aber ich halte ziemlich wenig von staatlicher Intervention. Wir brauchen nicht mehr Regulierung sondern weniger. Die Finanzkrise ist auf Staatsinterventionen zur Vergabe von Krediten an nicht kreditwürdige Personen zurückzuführen. Es ist eine ökonomische Verrücktheit zu glauben, daß der Zugang zu einem Kredit für jedermann und jederfrau zu Wohlstand führt. Und das jetzige Beispiel zeigt es ja.
Senkt die Steuern, laßt den Menschen mehr Freiheit selber zu entscheiden und selber Verantwortung zu tragen, auch im Sinne der sozialen Verantwortung. Ich bin für die Wiedereinführung des Zehent!
Das ist eine typische politische Entscheidung. In den meisten europäischen Ländern gibt es bereits eine Finanzmarktaufsicht. Die hat offenbar versagt, also eindeutiges Staatsversagen. Was macht man? Genau, man bildet eine neue Überbehörde. Das ist gut für die Politiker, da kann man wieder eigene Leute mit Posten versorgen.