1300 Euro netto Mindestlohn

1300 Euro netto Mindestlohn

Für eine Vollzeitbeschäftigung muss es mindestens 1300 Euro netto pro Monat geben. 30 Euro pro Monat mehr (Brutto?) wie Prof. Gerhard Fink, Österreich, in einem Beitrag fordert sind zu wenig, wenn jemand sowieso nur 900 Euro oder weniger netto bekommt. Die Superreichen haben sich bedient und die untere und mittlere Einkommenschicht hat nicht mehr als vor zehn bis fünfzehn Jahren. Schon die Miete für eine Kleinwohnung frist die Hälfte bis zu zwei Drittel des Monatseinkommens auf. Es muss schon in den Betrieben mehr von oben nach unten an Einkommen verteilt werden. Steuerliche Maßnahmen bringen nur wenig bei zu geringem Einkommen.


Wieso nur 1.300 Euro? Wenn wir schon willkürliche Interventionen setzen dann doch ordentlich. Ich fordere 5.000 Euro Mindestlohn netto. Plus eine Fernsehgrundausstattung, plus mindestens 100 Quadratmeter Wohnraum pro Person (man braucht ja seine Freiräume um sich selbst zu verwirklichen), plus ein Fahrrad und ein Auto (genaue Standards sind noch z definieren, aber wir müssen ja dafür sorgen, daß die Automobilindustrie nicht zugrunde geht), vielleicht hat noch jemand Ideen was man so alles haben sollte.
Finanzierung: ist doch kein Problem. Erstens können wir es den Reichen wegnehmen, zweitens wäre das ein echtes Konjunkturpaket das seinen Namen verdient. Schließlich lesen wir schon in der "Bauernzeitung" die wahre Krise der Ursache der fehlende Konsum ist.

Herr Kloucek, sich über einen unterbreiteten Vorschlag, der durchaus begründbar und auch vertretbar ist, auf Ihre Art lustig zu machen, zeugt nicht von Seriosität.

Seriosität? Hm. Wie seriös ist die aufgestellte Forderung? Was gibt es dafür für eine ökonomische Begründung? Führen nicht die Eingriffe des Staates zu weiteren Verzerrungen? Meine "Argumentation" war garantiert nicht seriös, das ist keine dieser Forderungen nach einer Mindestausstattung. Man muß eben erst sparen und investieren, bevor man konsumieren kann. Faktum est. Wohlstand allgemein verteilen funktioniert eben nicht, schon gar nicht auf Druck des Staates.

Eingriffe des Staates sind notwendig und richtig , wenn ihnen das nicht passt , gehens nach Amerika. Wie die Wirtschaftskrise zeigt funktioniert das von ihnen befürwortete System absolut nicht.

back to topic : Das Problem besteht darin , das richtige Maß zwischen Grundeinkommen und reglementierung hoher Einkommen zu finden.
Denn wenn man die hohen Einkommen zu sehr belastet , führt dies zu Stillstand , weil irgendwann jeder merkt das sich übermäßige Anstrengung und Erfindungsreichtum nicht mehr auszahlt. Der Motor unserer Gesellschaft ist das streben nach mehr , wenn wir das zu sehr verhindern , beginnt der Motor zu stottern.

Ich verstehe ja nicht, warum immer noch Leute glauben, daß die USA das Land der freien Marktwirtschaft sei. Bei 1.300 Euro Grundeinkommen netto frage ich mich schon ob ich überhaupt arbeiten gehen soll. Denn damit mir ein paar hundert Euro mehr netto bleiben, muß ich mir manchesmal einen passablen Streß antun. Wenn ich dann rechne, was mir das Pendeln zum Arbeitsplatz kostet, wieviel Zeit ich aber hätte um mir das Holz zum heizen selber zu schneiden, daß ich mir Kaninchen zum Essen züchten könnte, und was ich mir damit alles ersparen würde, dann sind die 1.300 Euro bedingungsloses Grundeinkommen der Anreiz zum "Konsum", aber garantiert nicht mehr zur Arbeit.